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Herbstkonzert 2009

Der Bergische Männerchor begeisterte sein Publikum

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RSB

RSB-Archiv
06.11.2009

Den letzten Abschnitt des Konzertes bestritten der Bergische Mä¤nnerchor und das Newa-Quartett gemeinsam. (Foto: ww)

Herbstkonzert bot musikalisches Spektrum von Klassik bis zur Folklore

(von Wolfgang Wohlers) (Ro.) Als der Vorsitzende des Bergischen Männerchors Ronsdorf, Horst Stewner, am letzten Samstag um kurz nach 17 Uhr das Herbstkonzert der Sänger in der Aula der Gesamtschule eröffnete, blickte er in einen bis in die letzte Ecke voll besetzten Saal. Freuen wir uns auf ein schönes Konzert unter der Leitung unseres neuen Dirigenten Eugen Momot, beschloss er seine persönliche Begrüßung, die zuvor schon musikalisch durch den Chor erfolgt war.

Danach nahm ein Programm seinen Lauf, das sich allmählich immer weiter steigerte und am Ende, soviel sei vorweg verraten, mit einem langen, begeisterten Applaus und natürlich einer Zugabe zu Ende ging.

Die ersten beiden Lieder von Schubert benötigte der Chor noch, um seine Nervosität und die Konzertsituation mit dem neuen musikalischen Leiter unter Kontrolle zu bringen. Danach meisterte er unter dem feinfühligen Dirigat von Eugen Momot, der den Chor mit eher ruhigen und fließenden Bewegungen führte, das Programm in gewohnt souveräner Weise und hatte nur bei ganz schnellen Textpassagen erkennbar leichte Probleme. Einen schönen Eindruck hinterließen vor der Pause “Der Jäger Abschied” und “O Täler weit, o Höhen” von Mendelssohn Bartholdy und der eigentlich für Klavier zu vier Händen komponierte, aber für Männerchor bearbeitete Ungarische Tanz Nr. 6 von Brahms.

Einen guten Eindruck hinterließ auch die Pianistin Gowoon Seo, die den Chor im schönsten Sinn unauffällig, aber aufmerksam begleitete und sich aktiv mitspielend teilweise organisch wie eine zusätzliche Stimme in den Chor einfügte.

Verbunden wurden die verschiedenen Teile des Konzertes durch informative Moderationen von Raphael Amend, der auch geschickt die unvermeidlichen Auftrittspausen überbrückte.

Mit der Auswahl des “Newa-Quartett” als musikalische Gäste für sein Herbstkonzert hatte der Bergische Männerchor den Geschmack seines Publikums ganz offensichtlich voll getroffen. Allerdings unternahmen die vier Absolventen der St. Petersburger Musikhochschule auch alles Mögliche, um das Konzert zu einem Erlebnis werden zu lassen.

In der Besetzung Balalaika, Akkordeon, Balalaika Kontrabass und Schlaginstrumente lieferten Michail Wlasov, Alexander Antonov, Igor Iwanow und Alexei Kudlo mit hoher Virtuosität und viel Gefühl eine musikalische Bandbreite ab, die weiter kaum sein könnte. Sie eröffneten ihren Auftritt mit der berühmten “Air” von Bach, die in dieser Instrumentierung mit Glockenspiel und Balalaika als Melodieinstrumente ebenso ungewöhnlich wie schön erklang. Auch die “Carmen”-Ouvertüre und die “Leichte Kavallerie” von Suppe, bei der die Wechsel in der Komposition wunderbar herausgearbeitet wurden, erhielten vom begeisterten Publikum viel Applaus. Im zweiten Block präsentierten sie erneut Klassisches in ungewohntem Klang, unter anderem das !Ave Maria” von Schubert, das mit einer Okarina gespielt wurde. Nach der Pause erschienen die Musiker in folkloristisch-buntem Gewand und auch das Programm wechselte in diese Richtung bis zum Höhepunkt in Form einer fulminanten Folklore-Show, in der ein Zuhörer aus dem Publikum ganz nebenbei an der “Singenden Säge” brillieren durfte.

Auch der Männerchor kam glänzend aufgelegt aus der Pause zurück und meldete sich mit einem gefühlvoll vorgetragenen “Willkommen o Nacht” von G. Sorg auf der Bühne zurück. “Die Loreley” von Silcher, das “Abendlied” von Mühlberg und “Die Rose” aus dem gleichnamigen Film mit Bette Midler leiteten den letzten Abschnitt des Konzertes ein, der von dem bereits erwähnten Folklore-Teil eingeleitet wurde und in drei gemeinsam von Chor und Quartett vorgetragenen Stücken seinen Höhepunkt fand.

Nach dem “Kosakenritt” am Ende des Programms war im Publikum sogar von einem “Gänsehautgefühl” die Rede und es bestätigte sich, dass der Bergische Männerchor auch diesmal wieder für ein außergewöhnliches Konzerterlebnis “der Musika zu Ehren” gesorgt hatte.

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