|
Der Bergische Männerchor wünschte seinen Freunden musikalisch auf sehr angenehme Weise „Frohe Weihnachten“. (Foto: ww)
|
|
Gelungenes Konzert des Bergischen Männerchores mit schönen Stimmen
(ww) Als der Vorsitzende des Bergischen Männerchors, Siegfried Oberste-Sirrenberg, das Publikum
in der voll besetzten Aula der Gesamtschule zum Weihnachtskonzert begrüßte, brachte er seine Hoffnung zum Ausdruck, dass man sein Kommen nicht bereuen und einen unterhaltsamen Abend verbringen möge.
Dass die Sänger mit ihren musikalischen Gästen diese Hoffnung erfüllen würde, war danach schnell
erkennbar. Stimmgewaltig eröffnete der große Chor sein Konzert mit dem „Trumpet Voluntary“ von J. Clarke, wie immer konzentriert geführt von Stefan Lex, der während des gesamten Konzertes die
Fäden gekonnt zusammenhielt und die dynamischen Möglichkeiten des Chores zur Erzeugung von Spannung und Stimmungen geschickt einsetzte und davon profitierte, dass der Chor wegen seiner
Größe auch an den leisen Stellen noch ein schönes Volumen hat.
Während das Programm in der ersten Hälfte eher anspruchsvoll für weihnachtlich-festliche Stimmung
sorgte, ging es nach der Pause unter anderem mit Weihnachtsliedern aus Tirol und aus der Steiermark lockerer zu. Eine besondere Wirkung erzielte der „Russische Verspergesang“ von D.
Bortnianski/G. Anton zunächst durch das schöne Zusammenwirken von Chor und Solistin und dann durch den Schlusston, der beim Publikum amüsiertes Gemurmel auslöste.
Einen angenehmen Kontrast zu den Männerstimmen setzte die Sopranistin Christiane Linke, die das Publikum nicht nur mit ihrem bezaubernden Lächeln, sondern auch mit einem konzentrierten
Liedvortrag in den Bann zog. Nach der Pause gewann die Stimme der 25-jährigen Wuppertalerin, die im nächsten Jahr unter anderem am Theater Bielefeld die „Anna“ in „Nabucco“ singen wird, durch
einen deutlich entspannteren Auftritt, besonders bei „Mariä Wiegenlied“ von M. Reger, noch dazu.
Chor-Bariton Gerhard Kottsieper setzte mit seiner schönen Stimme beim „Ave verum“ von Mozart ebenso einen eigenen Akzent wie Sigrid Althoff, die sich wie gewohnt als sichere Begleiterin erwies
und mit den „Variationen über ,Morgen kommt der Weihnachtsmann’“ trotz des Flügels, den Stefan
Lex als „taugt überhaupt nichts“ beschrieb, auch solistisch zum Gelingen des Konzertes beitrug.
© Ronsdorfer Sonntagsblatt 2005 - realisation www.ARTbeben.de
|